„Wird nach sieben eigentlich was besser?“ – Über flexibles Arbeiten im Agenturalltag

Agenturen gelten gemeinhin als Arbeitgeber, bei denen man abends noch etwas länger sitzt. Dass es auch anders gehen kann, zeigt Ressourcenmangel. Wir haben mit dem Geschäftsführer Benjamin Minack gesprochen.

Kreuzberger Nächte sind lang,  und damit eure Mitarbeiter etwas davon haben, sind es eure Arbeitstage nicht. Das ist ein Zitat von dir – meinst du das ernst und wenn ja, wie geht das denn, in einer Agentur?
Benjamin: Wo steht eigentlich geschrieben, dass in Agenturen immer bis tief in die Nacht gearbeitet werden muss. Wird nach sieben eigentlich was besser? Deshalb: Na klar geht das. Wenn alle mitmachen. Die gesamte Organisation muss das wollen. Offene Hierarchieren und möglichst viel Verantwortung beim Einzelnen helfen in der Umsetzung.

Warum macht ihr bei Tandemploy mit, was ist für euch aus Arbeitgebersicht so spannend am Modell Jobsharing?
Benjamin: Jeder möchte arbeiten, aber jeder anders. Diesem doch ganz leicht nachvollziehbarem Anspruch möchten wir folgen. Jobsharing ist dabei eines von vielen möglichen Modellen.

Kann man sich bei euch denn prinzipiell jede Aufgabe teilen? Oder sucht ihr besonders für bestimmte Bereiche?
Benjamin: Sicherlich gibt es bei uns Aufgaben, die so komplex sind, dass wir diese nicht unbedingt auf zwei Kollegen verteilen wollen würden. Aber grundsätzlich wollen wir auch das versuchen. Wir freuen uns also auf Tandems in allen Bereichen.

Freut ihr euch über Bewerbungen von Teams, die sich bereits gefunden und kennengelernt haben? Oder sollte man sich besser einzeln bewerben und ihr sucht dann den passenden Partner?
Benjamin: Ach, beides kann der richtige Weg sein. Jede Konstellation kann uns weiterbringen – fachlich und sozial. Erstmal bewerben und ins Gespräch kommen. Dann wird das was.

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Mal ganz neugierig, wie flexibel und lange arbeitest du selber, gehst du mit gutem Beispiel voran :-)?
Benjamin: Ich beginne meinen Arbeitstag gerne vor dem Sonnenaufgang, um den Rest des Tages möglichst flexibel gestalten zu können. Die wöchentliche Arbeitszeit variiert natürlich.

Wie sieht für dich ein guter Arbeitgeber von morgen aus? Wobei wir damit hoffentlich nicht bis morgen warten müssen…
Benjamin: Das hat so viele Facetten. Das passt locker zwischen zwei Buchdeckel. Ich picke mir mal einen Aspekt raus: First things first. Der gute Arbeitgeber von morgen sieht sich als Gastgeber für seine Mitarbeiter. Sein Ziel ist denen das bestmögliche Arbeitsumfeld zu schaffen. Und das alleine ist schon eine große Aufgabe.

Vielen Dank, lieber Benjamin, für deine Zeit & Gedanken!

Hier geht’s übrigens zum Tandemploy-Profil von Ressourcenmangel 🙂

 

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