Live what you preach! Wie wir bei Tandemploy arbeiten.

Um eines gleich vorwegzunehmen: Flexible Arbeit und Teilzeit gehen auch im Startup.

Gerade wir kleinen Unternehmen haben die Freiheit und Chance, schnell zu agieren, mutig zu sein und neue Dinge auszuprobieren. Mitarbeiter und auch Gründer müssen keine Nachtschichten schieben, um produktiv zu sein. Ein Teamgefüge und die Motivation leiden nicht, wenn die Teamkollegen noch Zeit für andere Dinge als Arbeit haben.

Im Gegenteil.

Wer, wenn nicht wir, kann „neue“ Arbeit vorleben und gesellschaftlichen Wandel anstoßen? Wer, wenn nicht wir, trägt Verantwortung für die Arbeitswelt von Morgen, die im besten Fall gleich heute beginnt? (Die „Großen“ tragen sie auch, das ist klar. Doch ist es schwieriger, einen Tanker zu bewegen als eine junge Organisation, die selbstbestimmt und vor allem kurzfristig über den eigenen Kurs bestimmen kann.) Wer, wenn nicht wir, hat die Chance zu zeigen, dass Arbeit auch anders gehen kann? Produktiver, cleverer, lebensfreundlicher? Und wer, wenn nicht wir, profitiert von eigenverantwortlichen, kreativen, proaktiven und vor allem motivierten Mitarbeitern?

Auf die anderen verweisen, das kann jeder. ‚Einfach mal machen‘ allerdings auch. 

 

Flexible Arbeit bei Tandemploy

‚Einfach mal machen‘ war auch unser Credo, als wir unser eigenes Team Mitte letzten Jahres vergrößert haben. Was wir so fleißig nach außen tragen, das war uns klar, wollen wir auch im eigenen Unternehmen umsetzen und ausprobieren.

Am Anfang standen dabei viele Fragen: Wie wollen wir uns organisieren, die Aufgaben verteilen, wie wollen wir kommunizieren und welche Werte sind uns in der Zusammenarbeit besonders wichtig? Wie sollten dementsprechend Spielregeln für alle sein, wie der Raum aussehen, in dem wir arbeiten?

Ganz früh stand für uns fest: Das alte „40-Stunden-Vollzeit“-Denken ist nichts für uns. Schon immer kam uns der Gedanke absurd vor, dass quasi jeder (!) Job automatisch am besten in eine 40-Stunden-Woche passen soll. Warum eigentlich? Wer sagt das?

So haben wir bei Tandemploy von Anfang an in Aufgaben und Bereichen, nicht in fixen Stellen, gedacht. Von der 40-Stunden-Woche haben wir uns verabschiedet, ebenso von der klassischen 20-Stunden-Teilzeit. Die perfekte Arbeitszeit für viele, das haben wir schnell festgestellt, liegt eher um die 30 Stunden pro Woche. Eine angenehme Stundenzahl, die hohe Produktivität, Aufgabenvielfalt und – tiefe ermöglicht, aber gleichzeitig genügend Raum für andere Lebensbereiche, Ideen und neue Eindrücke lässt.

Unseren IT-Bereich z.B. teilen sich 4 Mitarbeiter in hoher Eigenverantwortung auf, alle arbeiten in unterschiedlichen Modellen, jeweils zwischen 15 und 40 Stunden, als Angestellte und teils auch als Freelancer. Unser Sales-Bereich wird von einem männlichen Tandem verantwortet, beide arbeiten jeweils 30 Wochenstunden. Ich selber teile mir die Geschäftsführung mit meiner Mitgründerin Anna. Die Motivationen unserer Mitarbeiter, in „Teilzeit“ zu arbeiten, sind sehr vielfältig: Zeit für die Familie, eigene Projekte, den Intensivsprachkurs, das Studium oder ein Ehrenamt. Unser Team ist sehr heterogen, besteht zur Hälfte aus Quereinsteigern und agiert in hohem Maße eigenverantwortlich.

Gerade der letzte Punkt ist ein gutes Stichwort: Die hohe Freiheit in der Zusammenarbeit und die Selbstorganisation in Teams verlangt allen ein gutes Zeitmanagement und eigenverantwortliches Handeln ab. Unsere Tandems und Teams organisieren sich weitestgehend selber, schauen unter- und miteinander, wer wann was tut. Das verlangt uns allen oftmals einiges ab und erfordert eine sehr klare Kommunikation, Priorisierung und Fokussierung. Manchmal bedeutet es für uns auch, dass wir flexibel und kurzfristig für die anderen einspringen und übernehmen. Im umgekehrten Fall, wenn man selber einmal krank oder im Urlaub ist, funktioniert es allerdings genauso. Mal nicht da zu sein ist bei uns, so behaupte ich zumindest, wesentlich stressfreier als in vielen anderen Firmen. (Und ja, selbst Gründerinnen können in den ersten 3 Jahren Urlaub machen). Gerade bei den Absprachen und der Kommunikationen lernen auch wir noch viel dazu, machen Fehler, finden Verbesserungsmöglichkeiten und neue Wege. Bei jedem neu hinzukommenden Tandem oder Mitarbeiter sind wir nun immer schon um Einiges schlauer, können extrem schnell und flexibel agieren – und uns vor allem auf die jeweilige Lebensphase und die Bedürfnisse einstellen. Wer will, findet Wege, oder wie sagt man so schön?

Aus Arbeitgebersicht profitieren wir, ebenso wie unsere Teammitglieder, auf ganzer Linie. Wir „managen“ so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig, da sich unsere Teams zu einem hohen Grad selber managen. Das ist entlastend und trägt ganz automatisch zu einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe bei. Zusätzlich haben wir den großen Vorteil, dass wir Wissen innerhalb der Firma tatsächlich teilen müssen. Bei uns ist niemand eine Insel – und das ist gut so – egal ob in Urlaubsphasen, bei Krankheit oder auch wenn mal jemand das Unternehmen verlässt.

Die Hygienefaktoren wie ein schönes, helles Büro mit ausreichend Rückzugs-, aber auch Begegnungsmöglichkeiten, ein faires Gehalt, ausreichend Urlaubstage und die Möglichkeit zum Home Office gehören natürlich dazu, sind aber tatsächlich eher das: Eine Grundlage für eine gute Zusammenarbeit, die auf Kooperation, Selbstmanagement und Vertrauen basiert.

Der Weg auf dem wir sind, fühlt sich richtig und gut an. Die 40-Stunden-Woche hat hier noch keiner vermisst.

Tandemploy Büro   But What Tandemploy   Tandemploy Tandem  Tandemploy Ruheraum Tandemploy Meetingraum Tandemploy Tandem Anna Jana Workshop Teamwork
Eindrücke aus dem Tandemploy Büro. „But….what?!“, Mittagspause ausdrücklich erlaubt und gelebtes Jobsharing & Teamwork. 

Mehr zu uns und unserer Arbeitsweise finden Sie in unserem Tandemploy Unternehmensprofil und auf unserer ‚Über uns‘ Seite.

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