Stadt, Land, Flow – Meine Reise

Ich ging auf Reisen. Ich packte meinen Koffer und nahm mit:
1. Das, was die großen Leute Naivität nennen.
2. Eine DIN A4 Zeichnung von dem, was das gute Leben für mich bedeutet.
3. Menschen in meiner Nähe, die mir zuhören, mich unterstützen und mit mir auch mal schweigen können.
Aber mehr nicht:

Reisen sind am schönsten, wenn man im Gepäck Platz für Neues hat.

Stadt, Land, Flow war ein Ausflug. Ein Sommer gelebte Utopie. Ein Sommer zwischen Freiheit und Verbundenheit, zwischen Schaffen und Sein. Ein Sommer Herr meiner Zeit.

Das Beste aus beiden Welten

Stadt, Land, Flow ist für mich wie mit dem Blick in die Sterne durchs Meer zu treiben. Schön. Leicht. Frei. Aber nach einigen Tagen verliert man die Orientierung und braucht das Gefühl voran zu kommen: man sehnt sich nach dem Festland.
Dieses Festland war für mich die Backstube. Keine philosophischen Debatten und kein Brainstorming; nur ehrliche Menschen, die ehrliche Arbeit machen. Man wird stolz auf das Mehl an den Händen und die „Ofings“, wie wir die roten Striche nenne, die bleiben, wenn man aus Versehen kurz den heißen Ofen streift.
Doch dann ist es wieder Zeit, sich auf das Floß zu legen und zu neuen Ufern zu treiben.

Auf die new work sessions in Düsseldorf zum Beispiel. Wir redeten über die Jobs von morgen: arbeiten wann und von wo wir wollen, selbstbestimmt und vor allem mit Herzblut. Denn es gibt nicht, was diese innerste Motivation übertreffen könnte. Voller Euphorie und mit strahlenden Augen erzählten Manager und Beraterinnen, was alles möglich wird, wenn man seinen Angestellten freie Hand lässt. Sie stellen überrascht fest: „Die wissen ja, was sie tun.“
Manchmal muss ich schmunzeln, dass sich sie so über das hierarchiefreie Arbeiten freuen und es als die Zukunft preisen: In meiner Bäckerei wird seit mehr als 30 Jahren so gearbeitet. Aber zu sehen, wie nach und nach selbst die ganz Großen freie und gut gelaunte MitarbeiterInnen als wertvoll für sich und die Gesellschaft begreifen, ist schon schön. Zu sehen, dass ein Raum voller Manager anfängt zu klatschen, wenn gesagt wird, dass new work nur mit Grundeinkommen effektiv und sozial funktionieren kann. Und zu sehen, dass man selbst als 20 jähriger Praktikant von Tandemploy ernst genommen wird, wenn man wirklich hinter seiner Idee steht.

Das innere Fotoalbum, das ich von meiner Reise angelegt habe, ist ein atemberaubende Collage von bewegenden Momenten:
Mit Menschen lachen, bei denen man nicht genau weiß, ob sie jetzt Freunde oder Kollegen sind. Auf der Bühne vor inspirierenden Menschen stehen und zu sehen, wie sie langsam mit dem Kopf nicken, während man erzählt. Mit einem warmen Brot unterm Arm nachts von der Bäckerei nach Hause fahren.

Aber vor allem habe ich eines gelernt: Dass es das Beste ist, einfach los zu laufen.

Kommen Sie mit?

Stadt, Land, Flow bietet 3 kostenlose, persönliche Beratungen an, wie Sie die perfekte Balance zwischen Schreibtisch und Handwerk finden. Zusammen suchen wir einen Betrieb in Ihrer Nähe heraus, der zu Ihnen passt. Bewerben Sie sich hier und seien Sie Teil der neuen Art des Arbeitens.

https://www.surveymonkey.de/r/FNN3NDG

Jonathan

Anmerkung vom Redaktionsteam: Jonathan Funke lebt selber, was er mit „Stadt, Land, Flow“ verspricht und realisiert dabei eigentlich noch viel mehr als „Hälfe Akten, Hälfte Acker“. Er ist Gründer von „Stadt, Land, Flow“, Praktikant bei Tandemploy, Student, Blogger, Bäcker – und noch so vieles mehr. Wir sagen an dieser Stelle „DANKE“ – für so viel Ideenreichtum, Inspiration und Schreibfreude. Danke, Jonathan, dass du uns an deiner Reise teilhaben lässt. Bei deinem „Praktikumsbericht“ wurde uns ganz warm ums Herz :-). 

2 Kommentare

  1. Schön wäre es ja gewesen, am Anfang des Artikels einen Disclaimer einzubinden, der erklärt, dass das Ganze eigentlich nur Werbung für ein privates Onlineprojekt ist.

    So fühlt man sich nur benutzt und schmutzig.

    • Mein lieber Jan,

      seit nun circa 3 Monaten begleitet mich die Tandemploy-Comunity bei meinem privaten Onlineprojekt. Schön, dass Du jetzt auch dazugestoßen bist. 🙂 Ich teile hier lediglich die Erfahrungen, die ich mache, während ich eine flexible Arbeitsstelle mit einem Handwerk kombiniere.

      Laut Wikipedia dient Werbung „sowohl der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken.“

      Ich hatte nie das Ziel mit Stadt, Land, Flow Geld zu verdienen. Genauer gesagt, bekomme ich keinen Cent dafür, weil es mir nicht darum geht. Ich habe auch nie jemandem von Tandemploy Geld gegeben, um hier etwas zu veröffentlichen. Das Wort „Werbung“ passt deshalb nicht so wirklich, weil es letztendlich bei dem Artikel nicht um Kommerz geht, sondern um eine Idee: Die Idee, dass wir für einen erfüllenden Alltag anders arbeiten müssen. Ich erzähle aus meiner persönlichen Reise und lade Andere ein, mit mir zu kommen. Im übrigen auch Dich. Welches Handwerk würdest Du denn gern mal ausprobieren?

      Ich hoffe Du fühlst Dich durch die Erklärung weniger benutzt und schmutzig 🙂

      Einen entspannten Start in die Woche,

      Jonathan

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