Stadt, Land, Flow leben!

Die Zeit der Prognosen und Meisterpläne ist vorbei. Das ist meine Meinung. Sie haben eine Idee? Probieren Sie sie doch einfach mal aus!

Die nächsten zwei Monate lebe ich Stadt, Land, Flow. Halb arbeite ich im Büro von Tandemploy an der Website, an neuen Partnern und Ideen und auch halb in der wohl sympathischsten Bäckerei Berlins: der Backstube in der Wassertorstraße. Nicht nur wird hier alles von Hand gemacht, hauseigener Sauerteig angesetzt und das Bio-Vollkornmehl im Keller frisch gemahlen; es wird auch darauf geachtet, dass sich alle wohl fühlen: Wer im Alter die anstrengenden Nachtschichten am Ofen nicht mehr schafft, arbeitet halt im Laden. Eine Stunde Lebenszeit aller Menschen ist hier gleich viel wert, egal ob vom Lehrling oder der Bäckermeisterin. Und vor allem kann man eine Pause machen, wenn man sie wirklich braucht. Das kann man wirklich nicht immer behaupten.

225511897_2581381741778700906

Aber mache ich mir jetzt einfach nur eine schöne Zeit? Oder gibt Stadt, Land, Flow Anderen auch etwas? Wer profitiert letztendlich von Stadt, Land, Flow? Ich hoffe alle!

Natürlich als allererstes die Handwerksbetriebe. Motivierte Menschen aus verschiedensten Bereichen kommen zu ihnen, um sie zu unterstützen und von ihnen zu lernen. Das ist nicht nur gut für die Produktivität, sondern auch fürs Selbstbewusstsein. Eine Freundin und Podologin kann das allerdings viel besser erklären als ich:

Hier bei der Arbeit bin ich voll in meinem Element. Da kann kommen, wer will, Firmenchefs oder die Kanzlerin; hier bin ich die Chefin. Hier kann die Welt ´was von mir lernen.

Jeden Tag stirbt eine deutsche Bäckerei. Händeringend wird in ganz Europa nach Menschen gesucht, die sich dem Handwerk widmen. In Berlin ist es schwer die Werbung für „Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan„. Mit einer echt guten Website tun sie alles dafür, junge Leute zu gewinnen. Natürlich ist Stadt, Land, Flow nicht die perfekte, alleinige Lösung. Aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Und zwar nicht nur fürs Handwerk, sondern für jede und jeden Einzelnen von uns. Denn den Weg in Richtung Burn-out sind wir schon viel zu weit gegangen. Ein bisschen raus zu kommen, ein paar neue Handgriffe zu lernen, kann uns allen nur gut tun. Außerdem ist Selbermachen eine der besten Sachen für unseren Planeten: Ob Brot oder Tische, wenn es von nebenan kommt, ist es immer nachhaltiger. Vor allem aber glaube ich, dass es in unserer Gesellschaft viel zu wenige Momente gibt, in denen sich die Menschen auf Augenhöhe begegnen. Stadt, Land, Flow kann Raum für diese Momente geben, in denen wir sehen, dass wir von Jedem und Jeder etwas lernen können.

Deswegen lasst uns nicht weiter reden und philosophieren – sondern anpacken! Lasst uns raus fahren und Stadt, Land, Flow leben!

Sie möchten mehr über mein Projekt erfahren? Hier geht´s zu den Artikeln „Es geht los!“ und „Hälfte Akte, Hälfte Acker„!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.