Jobsharing im Finanzsektor – die VR FinanzDienstLeistung macht´s vor!

Die VR FinanzDienstLeistung ist seit 2015 Tandemployer und damit offiziell das erste Unternehmen aus dem Finanzsektor, das Jobsharing offen gegenüber steht. In einem Interview erzählten uns Stephanie Voss und Constanze Westermann – ein Tandem der VR FinanzDienstLeistung – wie es dazu kam, dass sie sich den Bereich Personal teilen, wie sie sich als „Miniteam“ organisieren und ganz nebenbei noch das Teamgefühl der gesamten Abteilung stärken.

Wie kam es dazu, dass Sie sich einen Job bei der VR FinanzDienstLeistung teilen?
Stephanie: Ich bin im November 2015 im Anschluss an die Elternzeit in Teilzeit zur VR FinanzDienstLeistung gekommen und habe schnell gemerkt, dass das Aufgabengebiet sehr vielfältig und der Arbeitsumfang sehr hoch ist. Als Frau Meyer (Personalleiterin VR FinanzDienstLeistung) mir ihre Idee vorstellte, Jobsharing auszuprobieren, dachte ich sofort, dass ist etwas für mich und meine Aufgaben.
Constanze: Als Mutter von zwei kleinen Kindern war ich im Anschluss an die Elternzeit auf der Suche nach einem neuen Job in Teilzeit mit einem spannenden Aufgabengebiet im Personalbereich und bin glücklicherweise auf die Stelle bei der VR FinanzDienstLeistung im Jobsharing gestoßen. Ich kannte Jobsharing noch als Begriff aus dem Studium und war tatsächlich neugierig, das auch einmal in der Praxis zu erleben.

Wie sieht Ihre Wochenplanung aus? Welche Aufgaben haben Sie und wie teilen Sie sich diese?
Stephanie: Wir arbeiten beide vier Tage die Woche, insgesamt jeweils 20 Stunden. Ich habe am Freitag meinen freien Tag und Constanze hat immer montags frei. Wir sind in der Regel bis etwa 15.00 Uhr im Büro.
Constanze: Zusammen sind wir Ansprechpartnerinnen in Sachen Personalbetreuung für die Führungskräfte und Mitarbeiter. Darüber hinaus verantwortet jeder von uns ein Spezialgebiet. So übernehme ich auch Themen im Bereich Personalentwicklung und kann mich hier nun weiterentwickeln.
Stephanie: Und ich kann noch mehr meiner Leidenschaft für Zahlen im Personalcontrolling nachgehen.

Was glauben Sie ist besonders wichtig, damit Jobsharing gelingt?
Stephanie: Spontan fallen mir die Schlagwörter Persönlichkeit, Sympathie, ähnliche Ansichten, Kommunikation, Kompromissbereitschaft und Vertrauen ein. Eben wie in jeder anderen guten zwischenmenschlichen Beziehung :-).
Constanze: Das sehe ich auch so, beim Vorstellungsgespräch haben wir schon gemerkt, dass wir uns eine Zusammenarbeit gut vorstellen können. Darüber hinaus ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir als „Miniteam“ gemeinsam an einem Strang ziehen. Voraussetzung dafür sind natürlich jederzeit regelmäßige Abstimmungen, das gegenseitige Unterstützen und dass wichtige Informationen schnell weitergegeben werden.
Stephanie: Neben den Mitarbeitern eines Tandems ist es zudem wichtig, dass das Unternehmen und die Führungskräfte dieses Arbeitsmodell unterstützen. Da haben wir richtig Glück, denn die Geschäftsführer und auch unsere Chefin stehen hinter uns. Sie unterstützen dieses Arbeitsmodell aktiv.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Vorteile von Tandembesetzungen, für die VR FinanzDienstLeistung als Arbeitgeber – aber auch für Ihre Kollegen?
Constanze: Die Rückmeldung von unseren Kolleginnen ist bisher durchweg positiv. Die enge Zusammenarbeit zwischen uns beiden stärkt einfach unser Teamgefühl und überträgt sich bei uns sogar auf die Teamentwicklung der Personalabteilung insgesamt. Außerdem fühlen sie sich durch unser „Miniteam“ und die schnelle Vertretung entlastet. Für Kollegen und Mitarbeiter ist immer eine von uns erreichbar und Fragen können so viel schneller gelöst werden.
Stephanie: Jobsharing ist eine effiziente Arbeitsweise und als neues Arbeitsmodell nicht zu unterschätzen. Man ist besser erreichbar, Vertretungsregelungen sind einfacher – es ist fast keine Übergabe erforderlich, man ist kreativer, vermischt verschiedene Kompetenzen und bringt viele neue Ideen.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: „Jobsharing ermöglicht mir….“
Stephanie: …, dass ich die gleichen spannenden Aufgaben wie früher übernehmen kann, obwohl ich in Teilzeit arbeite. Außerdem habe ich jetzt ein besseres Gefühl meine flexible Arbeitszeit vollständig zu nutzen, ohne dass die Arbeit liegen bleibt.
Constanze: …, dass ich eine spannende  berufliche Tätigkeit mit meiner aktuellen privaten Lebensphase richtig gut vereinbaren kann. Aber auch, dass ich aufgrund der geringeren Arbeitszeit und dem regelmäßigen Austausch im Tandem einfach kreativer bin.
Stephanie: …und man zu zweit die Ideen dann auch eher schafft umzusetzen.

Viele Dank für Ihre Zeit und das schöne Interview!

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