Jeder kann ein Mentor sein!

Den Begriff Mentoring hat jeder schon gehört. Die Bedeutung, die sich dahinter verbirgt, entspricht in der Praxis noch meist einem sehr klassischen Mentoring-Ansatz: Ein unerfahrener Mentee lernt von einem erfahrenen Mentor – und um ein Mentor zu sein oder an einem Mentoring-Programm teilnehmen zu dürfen, muss man sich erst qualifizieren. „Reverse Mentoring“ (Alt lernt von Jung) ist zwar langsam (ergänzend) auf dem Vormarsch. Doch gesteuert werden all diese Programme überwiegend immer noch: top-down. Also nicht von Mentoren und Mentees selber, sondern von einem Organisator. Höchste Zeit, konventionelle Mentoring-Programme zu entstauben!

Noch viel zu oft: Mentoring als Programm mit viel Aufwand 
Mentoring kann vieles leisten – und vor allem natürlicher und zwangloser sein – wenn wir uns trauen, den klassischen Top-Down Ansatz umzudrehen. Noch viel zu oft werden Mentoring Programme auf sehr komplizierte Art und Weise gesteuert und verwaltet, das Finden und Auswählen der Teilnehmer (Mentoren) gestaltet sich schwierig, weil diese natürlich auch eine Verbindlichkeit eingehen bzw. sich wenn dann auch richtig engagieren möchten. Das Matching – welcher Mentor passt denn nun am besten zu welchem Mentee – ist teils sehr aufwändig und wird oft noch händisch durchgeführt.

Mentoring = Wissenstransfer 
Ein Mentoring kann vieles bewirken und insbesondere innerhalb von Organisationen zu einem besseren Wissenstransfer, einem wertvollen Erfahrungsaustausch und einer unterstützenden Kultur beitragen. Stetiges Lernen, die persönliche Entwicklung, die Bewältigung von individuellen Herausforderungen – all das kann durch Mentoring gefördert werden und letztlich auch ganz wesentlich zur Mitarbeiterzufriedenheit und damit zum Erfolg der Organisation beitragen.

Grundannahme: Jeder kann ein Mentor sein 
Unsere Grundannahme und Überzeugung ist, dass jeder Mensch, jeder Mitarbeiter in einem Unternehmen in einem bestimmten Bereich oder Themenfeld Mentor sein kann – und wiederum auch jeder in bestimmten Feldern von anderen lernen kann. Wenn man diese Überzeugung zugrunde legt und sie den potentiellen Mentoren und Mentees auch spiegelt, werden automatisch auch mehr Kolleginnen und Kollegen bereit sein, ihr Wissen zu teilen. Allein die Botschaft zeugt von Wertschätzung und wird die allermeisten Empfänger freuen, denn fast jeder spricht gerne über das, was er täglich tut, lernt und erfährt, über seine Spezialgebiete, Leidenschaften und Expertise.

Mentoring kann mehr sein als persönliche Karriereentwicklung
Mentoring kann verschiedene Facetten und Formen annehmen – und in viel mehr Bereichen einen Mehrwert liefern als in der klassischen persönlichen Karriereentwicklung. Es gibt mindestens 6 Hauptbereiche, in denen Mentoring sinnvoll sein kann:

1. Fachbezogener Wissenstransfer
Austausch mit anderen Experten aus dem gleichen Fachgebiet.

2. Persönliche Karriereentwicklung (Der Klassiker)
Erfahrene Führungskräfte beraten Nachwuchstalenten bei Karrierefragen.

3. Onboarding
„Alte Hasen“ ermöglichen Neuankömmlingen einen leichteren Einstieg in die Firma.

4. Interkultureller Austausch
Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus anderen Kulturkreisen, z.B. vor einem Standortwechsel.

5. Generationsübergreifender Austausch
Gegenseitige Unterstützung zwischen Jung und Alt.

6. Interdisziplinarität
Austausch zwischen Kollegen aus verschiedenen Disziplinen und Fachbereichen.

Mentoring braucht kein „Verbindlichkeitskorsett“
Ein festes Mentoring-Programm für 2 oder mehr Jahre mit regelmäßigen Treffen festzusetzen, kann für viele abschreckend sein. Nicht, weil sie sich nicht engagieren möchten, sondern weil es eine unnötige Hürde gleich zu Beginn ist. Vielleicht entwickelt sich eine langjährige Verbindung, vielleicht aber auch nicht. Mentoring kann und darf auch mal spontan, kurzzeitig und ganz ungezwungen geschehen – es braucht nicht zwangsweise ein festes Korsett. Wenn Mentoring in Organisationen immer mehr zu Selbstverständlichkeit, zu einem natürlichen Verhalten wird, dann sind wir einen Schritt weiter gekommen auf unserem Weg hin zu einem besserem Wissenstransfer und gelebter Kooperation in einer immer komplexeren (Arbeits)Welt.

In unserer Software flex:workz bilden wir Mentoring genau so ab. Hier kann jeder Mentor sind – und auf eigene Faust nach spannenden „Wissens- und Erfahrungsteilern“ in der eigenen Organisation schauen. Ein cleveres Matching schlägt automatisch Kollegen vor, die besonders gut zu einem passen könnten, die Kontaktaufnahme erfolgt dann eigeninitiativ und bottom-up, ohne Steuerung von oben und komplizierte Prozesse.

Neben Mentoring gibt’s auch die Möglichkeit, Kollegen für ein Jobsharing, eine Jobrotation oder ein Projekt zu identifizieren – und einfach miteinander in Kontakt zu treten. 

 

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